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Terra Nigra Schale mit Weiheinschrift


Objekt: Terra Nigra Schale
Epoche/Kultur: römische Epoche
Datierung: 100 n. Chr.
Fundort: Heidenheim
Fundstelle: Therme
Material: Keramik
Maße: Höhe 10 cm, Dm. 22 cm
Literatur: Ph. Filtzinger et al (Hrsg.), Die Römer in Baden-Württemberg ³(Stuttgart 1986).
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Manuela Schreiner
Inventarnummer: 1980-0118-0130-0001

Kommentar: In Heidenheim an der Brenz wurde im späten 1. Jahrhundert n. Chr. von der ala II Flavia milliaria das Alenkastell Aquileia errichtet, welches den nordöstlichen Punkt des Alblimes bildete. Dabei entstand auch eine Zivilsiedlung (vicus) sowie ein römisches Bad. Bei Ausgrabungen in der Therme wurde eine schwarz gebrannte Keramikschale entdeckt. Diese terra nigra trägt die Inschrift „Adorat tuum numen Erucina, hic, Amaranthus naufragio feliciter ereptus – Es preist deinen Namen Erucina, Amaranthus, den du erfolgreich vor Schiffbruch errettet hast.“ Die Inschrift richtet sich an die Göttin Erecyna vom Berg Eryx am Westrand der Insel Sizilien. Sie wurde vom Griechen Amaranthus in die Schale geritzt, nachdem dieser auf einer Etappe seiner Reise Schiffbruch erlitten hatte. Bei der Inschrift handelt es sich um den ersten und einzigen Beleg dieser Göttin nördlich der Alpen.