ALM zeigt neueste archäologische Funde aus dem Landkreis Konstanz

Am 18. Juli 2020 eröffnet das Archäologische Landesmuseum in Konstanz die Sonderausstellung „Von Lebenslust bis Todesfurcht“. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Kreisarchäologie des Landkreises werden bis zum 25. Oktober 2020 neueste archäologische Funde aus dem Landkreis Konstanz vorgestellt. Sie erlauben spannende Einblicke in Leben, Feiern, Glaube und Sterben in der Region.

Von vielen (Bau)-Zaungästen mit Spannung verfolgt wurden die Ausgrabungen, die 2019 im Rahmen von Bauarbeiten auf dem Konstanzer Vincentiusareal gemacht wurden. Die auf dem früheren Friedhof entdeckten Rosenkränze und Amulette von Menschen des 17.-19. Jahrhunderts zeigen die Sorge um ihr Seelenheil, wie auch die damalige Angst vor Widergängern. Ganz im Gegensatz dazu rufen zerbrochene Bierkrüge aus einer Latrine des 19. Jahrhunderts am Konstanzer Bodanplatz lebendige Bilder eines geselligen Wirtshausabends hervor.

Deutlich älter sind die Funde aus der jüngst untersuchten römischen Siedlung von Markelfingen – vermutlich die Reste einer römischen Villa aus dem 2./3. Jh. n. Chr.

400 Jahre später hinterließen die Alamannen im selben Gebiet Steckkreuze und Speisereste, die Aufschluss über Kultpraktiken vor der Gründung des Klosters Reichenau geben.

"Von Lebenslust bis Todesfurcht“ – 18.07.2020 - 25.10.2020
Di. – So. und feiertags, 10.00 – 17.00 Uhr
Erwachsene: 6 € (erm. 5 €), Kinder (6 – 18 Jahre): kostenlos
Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist obligatorisch.
Öffentliche und buchbare Führungen auf Anfrage an info@konstanz.alm-bw.de.

Pressekontakt:
Stephanie King
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel +49 (0) 7531 3801289
king@konstanz.alm-bw.de