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Aquamanile
 

Objekt: Aquamanile
Epoche/Kultur: Mittelalter
Datierung: zweite Hälfte 13. – 14. Jahrhundert
Fundort: Konstanz
Fundstelle: Fischmarkt/Münzgasse
Material: Keramik
Maße: H: 23 cm, B: 9 cm, L: 25, 5 cm
Literatur: M. Junkes, Keramikgeschirr aus Konstanz. In: Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch: Die Stadt um 1300. Stadtarchäologie in Baden-Württemberg und in der Nordostschweiz. Eine gemeinsame Ausstellung des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Zürich (Stuttgart 1992), S. 340-345.
R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit.
 
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 1984-0057-0389-0001
 
Kommentar: Aquamanilien sind tier- oder menschengestaltige Gießbehälter, die vor, während und/ oder nach dem gemeinsamen Mahl als Handwaschgefäße verwendet wurden. Ursprünglich aus der Liturgie stammend, wusch sich der Priester vor der Gabenbereitung damit rituell die Hände. Ab dem 13. Jh. wurde diese Gefäßform im höfischen Umfeld, später auch in Privathäusern in den Haushalt übernommen. In den Jahren 1984 bis 1986 wurden bei Ausgrabungen am Konstanzer Fischmarkt mehrere spätmittelalterliche Aquamanilen gefunden. Die dazugehörigen, wohl metallenen Auffangbecken hat man nicht entdeckt. Das hier vorgestellte Aquamanile stellt einen Hund dar und weist eine flächig aufgetragene rote Engobe, einen flüssigen Tonschlicker, auf. Es handelt sich dabei um eine Konstanzer Besonderheit bei nicht glasierten Aquamanilen.