Mammut aus der Vogelherdhöhle

Älteste Kunst der Welt

Foyerausstellung im ALM bis Ende März

Mammut und Höhlenlöwe.

Das kleine Mammut gilt mit ca. 35.000 Jahren als die älteste vollständig erhaltene Skulptur der Menschheit – die anderen Figuren sind nur in mehr oder weniger großen Fragmenten erhalten. Zudem ist es die einzige Mammut-Figur, bei der noch die Stoßzähne erhalten sind. Geschnitzt wurde es aus Mammut-Elfenbein, wie auch der Höhlenlöwe.

Diese ebenfalls bei der Nachgrabung gefundene Löwenfigur ist 5,6 cm lang und nur fragmentarisch erhalten. Die Augen und die nach hinten gerichteten, runden Ohren sind aber deutlich zu erkennen. Die Körperhaltung zeigt eine Großkatze, die sich in geduckter Haltung an die Beute anschleicht. Entlang der Rückenlinie finden sich 30 fein eingeritzte Kreuze. Diese Ritzungen finden sich auf vielen eiszeitlichen Figuren – der Sinn dahinter ist unklar: waren es Markierungen, um Jagderfolge zu dokumentieren? Oder Jagdzauber?

Über die Schnitzer*in der Kunstwerke wissen wir ebenso wenig wie über die Verwendung der Figuren: vom Spielzeug bis hin zu Opfergaben reicht das Spektrum.

Beide Figuren sind noch bis zum 19. März im ALM ausgestellt.  Danach sind sie ab dem 1.April wieder dauerhaft im Archäopark-Niederstotzingen zu sehen.  Eine Kopie des Mammuts verbleibt noch bis zum 31. März in der Foyerausstellung des ALM.

Ein Besuch lohnt sich!