Buchvorstellung

 

07.02.2019 (Do), 18:00 Uhr im Refektorium
 

DIE KONSTANZER MARKTSTÄTTE

Marianne Dumitrache u.a., Die Konstanzer Marktstätte im Mittelalter und in der Neuzeit

In den Jahren 1989-1992 hat das Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg auf einem der zentralen Plätze der Konstanzer Altstadt Grabungen durchgeführt, die erstaunliche Erkenntnisse zur Frühzeit der Stadt lieferten. Diese liegen nun endlich in gedruckter Form vor. In zwei Vorträgen wird an diesem Abend die topographische Entwicklung nachgezeichnet. Ursprünglich lag hier das Ufer des Bodensees, das mit zunehmendem Handel und Warenverkehr im 12. Jahrhundert zum Hafenbecken ausgebaut wurde. Im oberen Teil entstand ein Platz, auf dem der tägliche Markt abgehalten wurde. Die Bebauung aus Holz und Stein ging im schriftlich belegten verheerenden Brand von 1398 unter, der den ganzen Südteil der Stadt verwüstete. Dies führte letztendlich zur Auffüllung des Hafenbeckens mit dem Brandschutt und zur Entstehung der Marktstätte in ihrer heutigen Form. In dieser Kernzone von Handel und Marktgeschehen lässt sich wie in einem Brennglas die zunehmende Bedeutung der Bischofstadt als Knotenpunkt des Fernhandels ablesen.
Marianne Dumitrache war bis 1996 bei der archäologischen Denkmalpflege in Konstanz tätig und leitete dort zahlreiche Grabungen. Im Anschluss widmete sie sich verschiedenen Projekten beim Archäologischen Stadtkataster Baden-Württemberg und bei der Großgrabung „Ulm Neue Straße“.

Eine Veranstaltung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.