4.000 Jahre Pfahlbauten

Die große Landesausstellung Baden-Württemberg

zum UNESCO-Welterbe "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen"

 

Im Kloster Schussenried  und im Federseemuseum Bad Buchau vom 16.04. - 09.10.2016

 

 

Eine gemeinsame Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden -Württemberg und der Landesdenkmalpflege Baden-

Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Federseemuseum Bad Buchau und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-

Württemberg.

 

Die Pfahlbauten - zwischen 5000 und 800 v. Chr. in Mooren oder an Seeufern errichtete Siedlungen der Stein- und Bronzezeit –

gehören weltweit zu den faszinierendsten und aussagekräftigsten Phänomenen der Archäologie. Spektakuläre neue

Forschungsergebnisse und Ausgrabungsfunde vom Bodensee und aus Oberschwaben, bereichert durch hochkarätige Exponate

internationaler Museen, erlauben spannende und facettenreiche Einblicke in 4000 Jahre Pfahlbaukulturen, technische Innovationen

und gesellschaftlichen Wandel.

 

Im Wasser bewahrt

Die sensationellen Erhaltungsbedingungen für organische Materialien machen die Pfahlbauten so einzigartig: Architekturteile,

Holzwerkzeuge, Fischernetze, Musikinstrumente, Textilien, Hüte und Schuhe, Nahrungsmittel und sogar Kaugummis blieben über

Jahrtausende wie frisch konserviert und stehen in ihrer Bedeutung und Aussagekraft dem Gletschermann „Ötzi“ in nichts nach.

Naturwissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen Aussagen von erstaunlicher Präzision zur Umwelt und ihrer Veränderung durch die

Landnutzung des Menschen.

 

Von Getreidebrei bis Froschschenkel

Wie und wovon lebten die Pfahlbaubewohner? Getreide war das wichtigste Grundnahrungsmittel der sesshaften Bauern. Rothirsch,

Rinderbraten, Felchenfilet und Froschschenkel kamen ebenfalls auf den Tisch. Sogar Trüffelsporen wurden entdeckt.

 

Kult am Bau

Absolutes Highlight ist ein europaweit einmaliges Pfahlbauhaus aus Ludwigshafen am Bodensee. Sein Innenraum ist ausgemalt und

zeigt weibliche Gestalten mit erhobenen Händen und aus Lehm modellierten Brüsten. Sind sie Ausdruck von Ahnenverehrung und

bäuerlichen Fruchtbarkeitsriten?

 

Rucksack und Rad

Die Menschen lebten in kleinen, sehr mobilen Gemeinschaften, deren Kontakte von der Ostsee bis nach Oberitalien, nach Frankreich

und in die ungarische Tiefebene reichten.Eines der ältesten Räder aus der Zeit um 3000 v. Chr. wurde in einer Moorsiedlung bei Bad

Schussenried entdeckt.

 

Weitere Infos unter: info@pfahlbauten2016.de und www.pfahlbauten2016.de