Highlights ALM

Bügelfibelpaar

 
Objekt: Bügelfibelpaar
Epoche/Kultur: Merowingerzeit
Datierung: um 500
Fundort: Eichstetten, Kr. Breisgau-Hochschwarzwald
Fundstelle: Gräberfeld, „Wannenberg“, Grab 44
Material: Silber, feuervergoldet, Almandin (Granat),
Maße: L. 9,8 cm, Br. der Kopfplatte 5,2 cm
Literatur: B. Sasse, Ein frühmittelalterliches Reihengräberfeld bei Eichstetten am Kaiserstuhl. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg Bd. 75 (Stuttgart 2001) 49f.169Taf. 117,3.
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 1975-0045-0442-0001.2

Kommentar: Die silbernen Bügelfibeln (Gewandspangen) sind gussgleich und besitzen eine halbrunde Kopfplatte mit 5 Knöpfen und eine rhombische Fußplatte, die in einen Tierkopf endet, die Verzierung besteht aus Spiralhaken. Die Fußplatte ist zusätzlich 6 Almandin in runden Fassungen besetzt. Diese Form findet sich bei sog. ostgotischen Fibeln aus dem Donauraum oder Oberitalien.  Getragen wurden die  Gewandspangen aber nicht nach ostgotischer Art als Schulterfibeln, sondern sie wurden im Bereich der rechten Taille der zwischen 30 und 35 Jahren verstorbenen Frau gefunden. Dies entspricht der alamannischen Trageweise. Leider kennen wir den Zuschnitt des zugehörigen Gewandes nicht.

Almandinscheibenfibel

 
Objekt: Almandinscheibenfibel
Epoche/Kultur: Merowingerzeit
Datierung: Letztes Drittel 6. Jahrhundert
Fundort: Eichstetten, Kr. Breisgau-Hochschwarzwald
Fundstelle: Gräberfeld, „Wannenberg“, Grab 156
Material: Silber, Almandin (Granat), Glas
Maße: Dm. 3,3 cm, St. 0,5 cm
Literatur: B. Sasse, Ein frühmittelalterliches Reihengräberfeld bei Eichstetten am Kaiserstuhl. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg Bd. 75 (Stuttgart 2001) 52.198.Taf. 118,6.
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 1975-0045-0536-0002

Kommentar: Die silberne Rosettenscheibenfibel (Gewandspange)  ist in zwei konzentrischen Kreisen mit Almandineinlagen verziert, die auf einer gewaffelten Silberfolie liegen,  im Zentrum ist ein blauer Glasstein montiert. Die Fibel lag im rechten Brustbereich der im Alter zwischen 45 und 50 Jahren verstorbenen Frau. Sie verschloss vermutlich ihren Umhang oder Mantel.

Glasschalen

 
Objekt: flache Glasschalen
Epoche/Kultur: Merowingerzeit
Datierung: 6. Jahrhundert
Fundort: Lauchheim, Ostalbkreis (links)
Fundstelle: Gräberfeld, Wasserfurche Grab 700;
Maße: H. 4,2 cm, Dm. 14,8 cm
Fundort: Deißlingen, Kr. Rottweil (rechts)
Fundstelle: Gräberfeld, Grab 59
Maße: H. 4 cm, Dm. 11 cm
Material: Glas, transluzid
Literatur: M. Anders, Glas im frühen Mittelalter. In: Glasklar –Archäologie eines kostbaren Werkstoffes in Südwestdeutschland (Friedberg) 2015, 33 Abb. 39.
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 1986-0008-0784-0016; 1991-0221-0059-0001
 

Kommentar: Flache Glasschalen waren vor allem im 6. Jahrhundert beliebt. Das Rohglas bestand  aus Soda, Kalk und Quarzsand. Die unterschiedlichen Farben entstehen durch natürliche oder gewollte Beimengungen von Mineralien. Für die braune Färbung ist Eisenoxid verantwortlich. Sie wurden nicht in der Alamannia hergestellt, sondern wurden aus dem fränkischen Reich importiert.