Highlights ALM

Handwaschset aus Bronze

Objekt: Gefäßensemble aus Flasche und Becken
Epoche/Kultur: Merowingerzeit
Datierung: 7. Jahrhundert
Fundort: Aidlingen, Kr. Böblingen
Fundstelle: Streufund
Material: Kupferlegierung, Eisen
Maße: Flasche: H. 18 cm, gr. Dm. 10 cm; Becken: H. 7,5 cm, Dm. 25,5 cm
Literatur: unpubliziert
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 9003-201-1-1; 9003-201-1-2

Kommentar: Dieses Ensemble aus einem gegossenen Becken mit Henkeln und durchbrochenem Fuß sowie einer getriebenen Flasche mit Deckel und Kette ist leider ein Zufallsfund. Solche Garnituren wurden im Frühmittelalter vermutlich bei Tisch – wo man hauptsächlich mit Messern und Fingern aß - zum Waschen der Hände benutzt. Diese Gefäßkombination steht für gehobene Tischkultur. Solche Garnituren wurden in der Regel Angehörigen einer sozialen Elite als Ausdruck eines  adeligen Lebensstils mit ins Grab gegeben. Sie kommen sowohl in Männer- wie in Frauengräbern vor. Als Importe aus dem Mittelmeerraum sind diese Garnituren sicher sehr wertvoll gewesen. Ursprünglich dürfte dieses  Ensemble aus einem frühmittelalterlichen Gräberfeld wohl in der Umgebung von Aidlingen stammen. Als Streufund fehlt für eine weitere Interpretation leider der Grabzusammenhang.

Becher aus Glas

Objekt: Stengelglas
Epoche/Kultur: Merowingerzeit
Datierung: Mitte 6. Jahrhundert
Fundort: Eichstetten, Kr.Breisgau-Hochschwarzwald
Fundstelle: Gräberfeld „Wannenberg“, Grab 53
Material: Glas, transluzid gelblich
Maße: H.15 cm, Mündungsdm. 7,5 cm
Literatur: B. Sasse, Ein frühmittelalterliches Reihengräberfeld bei Eichstetten am Kaiserstuhl. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg Bd. 75 (Stuttgart 2001) 111. 171f Taf. 17 B.13.
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 1975-45-448-13

Kommentar: Das Stengelglas aus honiggelbem durchsichtigem Glas wurde in einem Tongefäß neben dem Kopf der in Grab 53 bestatteten Frau gefunden und besitzt einen kleinen Fuß, kurzen Stengel und einen glockenförmigen Kelch. Stengelgläser sind, anders als die meisten frühmittelalterlichen Gläser, nicht aus dem fränkischen Rheinland, sondern aus dem ostgotischen bzw. langobardischen Oberitalien importiert worden.

Halskette aus Glasperlen

Objekt:    Glasperlenkette
Epoche/Kultur: Merowingerzeit
Datierung: Mitte 7. Jahrhundert
Fundort: Eichstetten, Kr. Breisgau-Hochschwarzwald
Fundstelle:Gräberfeld Wannenberg, Grab 132
Material: Glasfritte, mehrheitlich opak
Maße: 82 Perlen
Literatur: B. Sasse, Ein frühmittelalterliches Gräberfeld bei Eichstetten am Kaiserstuhl (Stuttgart 2001) 192.Taf. 52; B. Sasse und C. Theune, Perlen als Leittypen der Merowingerzeit. Germania 74, 1996,217f.
Foto: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Manuela Schreiner
Standort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg Konstanz
Inventarnummer: 1975-45-515-1

Kommentar: Perlenketten sind die häufigste Beigabe in Frauen- und Mädchengräbern des 6. und 7. Jahrhunderts. Sie spiegeln deshalb die modischen Veränderungen besonders deutlich wider und eignen sich besonders gut für die zeitliche Einordnung. Typisch für die Mode in der Mitte des 7. Jahrhunderts sind einfarbige doppelkonische und zylindrische Perlen in den Farben Grünblau und Weiß sowie Braun und Gelb. Akzente setzen einige mehrfarbige Perlen mit Wellenbändern und Punkten.