Urgeschichtliches Museum Blaubeuren

                                                                                              

URMU

Im Jahr 1965 gründete die Stadt Blaubeuren auf Anregung des Tübinger Archäologen Gustav Riek ein zunächst kleines Museum, das über aktuelle Grabungs- und Forschungsergebnisse aus der Region informierte.
Das Museum wurde im Laufe der Jahre schrittweise erweitert und zeigt seit 2014 zahlreiche Originale der Eiszeitkunst und der eiszeitlichen Musikinstrumente.

Die Höhlen am Südrand der Schwäbischen Alb gehören zu den wichtigsten altsteinzeitlichen Fundstellen der Welt. Neandertaler und frühe moderne Menschen lebten hier während der letzten Eiszeit.
Hier entwickelten vor 40 000 Jahren die frühen modernen Menschen nicht nur neue Werkzeugtechniken, sondern schufen Tier- und Menschenfiguren aus Mammutelfenbein, die die ältesten bekannten Kunstwerke der Menschheit sind.
Neben der Eiszeitkunst belegen auch Funde von Musikinstrumenten und eine große Fülle an eiszeitlichem Schmuck das neue Selbstbewusstsein des modernen Menschen. In den Tälern der drei Flüsse Ach, Blau und Lone liegen die kulturellen Wurzeln der Jüngeren Altsteinzeit Europas.
Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren „urmu“ ist das zentrale Museum für diese Fundregion. Die weltweit einmaligen Kunstwerke werden in Schatzkammern thematisch vorgestellt. Sie eröffnen einen ganz neuartigen Zugang zur geheimnisvollen Eiszeitkunst.